Der Interessenvertreter der Kommunikationsagenturen

Wer in Deutschland Kommunikation macht, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem der Kommunikationsverbände vertreten. Diese Verbände vertreten die Interessen der Industrie gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik, versuchen aber auch Netzwerke aufzubauen und Standards festzulegen.

Die beiden größten Verbände sind GWA und GPRA. Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e.V. hat einen Schwerpunkt auf Werbeagenturen und kümmert sich vor allem um die großen der Branche. Hier findet man die Jung von Matts und andere, die zwei- bis dreistelligen Millionenumsätze machen. Gleichwohl bietet der GWA immer wieder seinen Mitgliedern wertvolle Einblicke in die Branche und die neuesten Trends. Gerade was die sozialen Medien angeht, aber auch was die Auswertung von Daten betrifft wird immer wieder Fortbildung angeboten. Der GWA kürt auch immer die führenden Agenturen in Deutschland.

Die Gesellschaft der führenden Public Relations und Kommunikationsagenturen vertritt vor allem jene Unternehmen, die sich um die reine Kommunikationsberatung und PR kümmern. Sie vertreten die Interessen der Mitgliedsagenturen, betreiben Nachwuchsförderung unter anderem mit der Mitarbeit an der Formulierung von Ausbildungsinhalten und sind ebenfalls sehr aktiv in der Schaffung von Standards im Kommunikations- und PR-Bereich.

Gerade wenn es um ethische Fragen geht werden die Verbände oft angerufen und versuchen, gemeinsam mit dem Mitgliedsunternehmen Lösungen zu finden.

Darüber hinaus ist eine Mitgliedschaft heute auch ein Gütesiegel und Agenturen, die Mitglieder sind finden eher Kunden und bekommen bessere Aufträge.

In gewissen Umfang werden auch Rechtsberatung und Schlichtung bei Streitfällen angeboten. Mitglieder können sich Standardverträge und Rahmenvereinbarungen herunterladen. Sehr viel Informationen geben Studien, die von den Kommunikationsverbänden in Auftrag gegeben werden. Hier kann man aktuelle Entwicklungen in den Märkten nachlesen und schauen welche Analysen bereits gemacht wurden, um Trends und deren Auswirkungen besser zu verstehen.

Schließlich haben beide Verbände auch einen Stellenmarkt und Jobbörse für Mitglieder. Die Vernetzung untereinander macht es möglich, dass man sehr schnell passende Kandidaten findet und deren Referenzen auch einfach abgefragt werden können.